
Fast ein halbes Jahrhundert gelebter Unternehmens-Philosophie bei RSL
Seit 1956 unterstützt das vor 55 Jahren zunächst als Leuchtenhandel und –werkstatt gegründete Unternehmen RSL Architekten und Lichtplaner mit der Entwicklung und Fertigung von Sonderleuchten für anspruchsvolle Bauaufgaben. Johannes Dinnebier, der als Lichtplaner Geschichte schrieb, kann als Ideengeber und Wegbereiter dieser unternehmerischen Spezialisierung gesehen werden. Für dessen bis heute erfolgreiches Planungsbüro „Licht im Raum“ entwickelte und fertigte RSL Gründer Walter Rodust gemeinsam mit Sohn Günter die ersten Sonderleuchten unter eigenem Namen. Handelte es sich dabei im Wesentlichen um künstlerisch gestaltete Lichtobjekte, die RSL zu fertigungstechnischen Hochleistungen herausforderten, kam mit Hans von Malotki eine weitere Strömung der Beleuchtungskunst hinzu.
Pioniere der Gestaltung mit Licht
Der Lichtplaner Hans von Malotki, der sein Kölner Planungsbüro zu weltweitem Renommée führte, arbeitete international mit den berühmtesten Architekten seiner Zeit. Bei Mies van der Rohe, Hans Scharoun, Paul Baumgarten – um nur einige zu nennen – lag der Focus der Lichtplanung in der Wirkung des Lichts im Raum. Diese Beleuchtungsphilosophie teilend, konzipierte von Malotki Lichtplanungen für so bedeutende Bauwerke wie die Nationalgalerie in Berlin, den wiederaufgebauten Deutschen Reichstag und die Preußische Staatsbibliothek. Viele von Malotkis lichtarchitektonischen Entwürfen wurden von RSL Rodust und Sohn Lichttechnik in Sankt Augustin realisiert. Als Pioniere der Gestaltung mit Licht, die Sonderleuchten einen hohen Stellenwert beimaßen, bestritten Günter Rodust, der das väterliche Unternehmen seit 1987 alleinverantwortlich führte, und der unvergessene Hans von Malotki einen langjährigen gemeinsamen Weg, der für RSL eine stete Entwicklung bedeutete.
Neben der Kernkompetenz im Bau von Sonderleuchten entwickelte Günter Rodust auch großen Sachverstand in der seriellen Fertigung innovativer Leuchten auf der Grundlage der jeweils fortschrittlichsten Leuchtmittel. Die ersten Downlights für PL- und PLC-Leuchtmittel kamen aus Sankt Augustin. Später folgte ein umfassendes Programm von Downlights für Speziallösungen, wie den randlosen Einbau in abgehängte Deckensysteme oder Decken aus Sichtbeton.
Unternehmens Standort repräsentiert das Qualitätsdenken
Nach diversen Erweiterungen der Produktion und Verwaltung im Zuge des unternehmerischen Wachstums ließ Günter Rodust Mitte der neunziger Jahre am Gründungsstandort ein neues Verwaltungsgebäude errichten, dessen Architektur und Innenarchitektur den hohen Anspruch der RSL Leuchtenproduktion an hochwertige Werkstoffe, qualitative Güte und die Liebe zum Detail repräsentiert. 1997 wurde der neue Firmensitz vom Land Nordrhein-Westfalen als vorbildlicher Gewerbebau ausgezeichnet.
Wertvolle Beiträge zur Lichtarchitektur
2001 verkaufte Günter Rodust sein Unternehmen an die 3h Leuchten GmbH, die den internationalen Bekanntheitsgrad des Unternehmens, insbesondere im arabischen Raum, stärkte. Gemeinsam mit namhaften Lichtplanern war RSL während jener Zeit an renommierten Projekten wie dem Museum of Islamic Art in Doha, Qatar, von I.M. Pei beteiligt. Auch national leistete das Unternehmen weiterhin wertvolle Beiträge zur Lichtarchitektur. Zu den Projekten zählen u.a. die Zeche Zollverein von Rem Kolhaas (Lichtplanung: Licht Kunst Licht AG) und das Capricorn EET-Building von Gatermann + Schossig (Lichtplanung: Kress & Adams). Auch mit dem einstigen Weggefährten Johannes Dinnebier wurde ein weiteres Projekt realisiert; für den Platz der Vereinten Nationen in Bonn baute RSL vier überdimensionale Lichtskulpturen.
Die Marke RSL in der Trilux-Gruppe
Mit Übernahme durch die global aufgestellte Trilux-Gruppe Ende 2010 beginnt für RSL wiederum ein neuer Lebensabschnitt, in dem der internationale Bekanntheitsgrad des Sonderleuchten Herstellers weiter vorangetrieben wird. RSL wird von den Vorteilen der Konzernstruktur profitieren, ohne in ihr aufzugehen. Die traditionsreiche Marke soll auch weiterhin eigenständig geführt werden.
Damit kann RSL seiner gelebten Unternehmensphilosophie architekturspezifischer Beleuchtungslösungen, die Günter Rodust einst formulierte, auch weiterhin treu bleiben. „In einer Zeit, in der serielle Massenproduktion im Gegenzug nach individueller Eindeutigkeit statt Anpassung verlangt, versuchen wir, im Rahmen unserer Möglichkeiten, einen Beitrag mit unseren Produkten zu leisten, die der Erkenntnis folgen: ‚Licht ist persönlich’.“